Konsekutiv­dolmetschen

Beim Konsekutiv­dolmetschen gibt der Dolmetscher das gesprochene wieder, sobald der Sprecher einen bestimmten Teil des Vortrags gehalten hat (der Dolmetscher hört dem Sprecher zunächst zu und gibt den vorgetragenen Teil dann in anderer Sprache wieder). Für die Konsekutiv­übersetzung benötigt der Dolmetscher vor allem ein gutes Gedächtnis, schnelle Reaktions­fähigkeit, die Fähigkeit zum kommunikativen Dialog und Fachwissen. Darüber hinaus wendet der Dolmetscher eine Notizen- und Symboltechnik an (Dolmetschnotizen), um die Inhalte in der Zielsprache leichter wiedergeben zu können. Diese Form des Dolmetschens ist besonders geeignet für offizielle, hochrangige Treffen, politische, wirtschaftliche und andere Diskussionen, Kongresse und Symposien, Auftritte und Konferenzen auf internationaler Ebene, oder für Live-Auftritte im Fernsehen, etc. Konsekutiv­dolmetschen findet dann Anwendung, wenn Simultan­dolmetschen keine Option ist.

Anwendungs­bereiche:

  • geschäftliche Verhandlungen
  • Verhandlungen per Telefon oder online
  • Meetings und Gespräche am runden Tisch
  • Briefings und Pressekonferenzen während der Inbetriebnahme und Einrichtung von Equipment

Im Vergleich zu anderen Dolmetschformen bietet Konsekutiv­dolmetschen folgende Vorteile:

  • Es wird keine zusätzliche Hardware benötigt, was zu einer besseren Mobilität der Veranstaltung führt
  • Kann von unterwegs erfolgen, z. B. an Industriestandorten, während Verhandlungs­terminen und beim Begleiten von Abgeordneten
  • Teilnehmer haben mehr Zeit um über einen Punkt oder ein Thema nachzudenken (z. B. während Geschäfts­verhandlungen)