Janus Worldwide präsentiert seine neue Lösung: LEXA – die Plattform der nächsten Generation für Übersetzungsmanagement und Qualitätssicherung
In einer Welt, in der die Geschwindigkeit und die Qualität von Übersetzungen zu strategischen Vorteilen für Unternehmen werden, bekräftigt Janus Worldwide erneut seinen Ruf als Technologieführer in der Branche. Wir freuen uns, Ihnen LEXA vorzustellen, eine neue cloudbasierte Plattform, die die besten Lösungen des Unternehmens und globaler Anbieter von maschineller Übersetzung in einem einzigen intelligenten System vereint.
LEXA kann nicht nur Texte übersetzen. Die Plattform wählt die optimale Übersetzungs-Engine aus, analysiert die Übersetzungsqualität anhand modernster Metriken und bewahrt die Dokumentstruktur. Dies der nächste Schritt, um Technologie für eine schnellere und genauere Verständigung zu nutzen – im Einklang mit der Philosophie MAIA + LLM = LEXA.
Heute sprechen wir mit Anna Samoylova, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Janus, darüber, wie LEXA entstanden ist, welche Aufgaben die Plattform hat und was die Zukunft für die Benutzer bereithält.
Anna, bitte erzählen Sie uns mehr darüber, wie die Idee zur Entwicklung der Plattform LEXA entstanden ist?
Die Idee einer universellen Benutzerkonsole für maschinelle Übersetzung entstand ursprünglich, als wir an den Ausschreibungen von Johnson & Johnson und Ozon teilnahmen. Wir haben unsere eigenen gesammelten Erfahrungen, interne Entwicklungen im Bereich der maschinellen Übersetzung und Ausschreibungsanforderungen kombiniert und so eine Plattform geschaffen, die Zugang zu den besten maschinellen Übersetzungs- und KI-Engines bietet, und Qualitätsbewertungen für MÜ sowie andere damit verbundene Aufgaben unterstützt.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen LEXA und anderen Übersetzungssystemen?
LEXA ist nicht nur eine Plattform für maschinelle Übersetzung. Sie ist ein vollwertiges Verwaltungstool zur Optimierung und Steuerung von Arbeitsprozesse mit mehrsprachigen Inhalten. Anders als Standardsysteme bietet LEXA eine Reihe einzigartiger Funktionen zur Verbesserung der Effizienz der Übersetzungsprozesse.
- Die NMT-KI-Engine von Janus ist vollständig an spezifische Themen und Sprachen anpassbar.
- Die intelligente Anbieterauswahl bestimmt automatisch die optimale Engine für ein spezifisches Sprachpaar – je nach gewünschter Qualität oder Kosten.
- Dank REST API kann die Plattform leicht in Unternehmensprozesse integriert und maßgeschneidert daran angepasst werden.
- Der LiveChat für den Kunden-Support ermöglicht einen schnellen Informationsaustausch direkt in der Benutzeroberfläche.
- Durch die Einbindung mehrerer MÜ-Anbieter sind alle Engines über ein zentrales Tool verfügbar und müssen nicht separat abonniert werden.
Können Sie uns mehr über LEXA und MAIA erzählen?
Sowohl LEXA als auch MAIA ermöglichen KI-gestützte Übersetzungen. LEXA ist eine benutzerfreundliche Konsole für die Übersetzung mit künstlicher Intelligenz sowie mit Standard- und benutzerdefinierten MÜ-Systemen. MAIA ist dagegen ein umfassendes KI-Ecosystem, das die Erstellung und Anpassung von Eingabeaufforderungen sowie die Auswahl verschiedener großer Sprachmodelle für Übersetzungsaufgaben ermöglicht.
Warum haben Sie sich entschieden, verschiedene maschinelle Übersetzungs-Engines in einem Tool zu kombinieren?
Ganz einfach: Zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Jede MÜ-Engine ist jeweils für bestimmte Sprachpaare besonders geeignet. Es ist daher wichtig, je nach Aufgabe das beste Tool auszuwählen, um die bestmögliche Übersetzungsqualität zu erzielen.
Wie können Benutzer sich der Übersetzungsqualität sicher sein? Können Sie uns mehr über die Bewertungsmetriken BLEU, TER und andere Metriken sagen?
Wir verwenden eine Reihe gängiger Metriken, um die Qualität maschineller Übersetzungen automatisch zu bewerten. Dies ermöglicht es uns, die Ergebnisse der maschinellen Übersetzung mit einer Referenz (menschliche oder bearbeitete maschinelle Übersetzung) zu vergleichen und festzustellen, wie nah das Ergebnis am Ideal liegt.
Die Metriken, die wir verwenden, sind:
BLEU (Bilingual Evaluation Understudy)
Die BLEU-Bewertungsmetrik vergleicht die maschinelle Übersetzung mit einer oder mehreren Benchmarks und schätzt, wie viele Übereinstimmungen es in Bezug auf Wörter und Phrasen gibt. Je mehr Übereinstimmungen, umso höher ist der BLEU-Wert. Die Skala reicht von 0 bis 100.
TER (Translation Edit Rate)
Diese Bewertungsmetrik zeigt, wie viele Änderungen vorgenommen werden müssen, damit die maschinelle Übersetzung mit der Referenz identisch ist. Sie wird in Prozent gemessen. Je niedriger der TER-Wert, desto besser ist die Übersetzung.
NIST (National Institute of Standards and Technology)
Dies ist eine mit BLEU vergleichbare Metrik, berücksichtigt jedoch auch den Informationsgehalt von N-Gramm (Textfragmenten). Eine Übereinstimmung mit einem seltenen Ausdruck wird höher bewertet als eine Übereinstimmung mit einem häufigen N-Gramm.
METEOR (Metric for Evaluation of Translation with Explicit ORdering)
Diese Metrik berücksichtigt Synonyme, Flexionen und Wortfolge. Sie vergleicht die Form und die Bedeutung von Wörtern.
ROUGE (Recall-Oriented Understudy for Gisting Evaluation)
Diese Bewertung wird oft für Auszüge und Zusammenfassungen verwendet, sie eignet sich jedoch auch für Übersetzungen.
RIBES (Rank-based Intuitive Bilingual Evaluation Score)
Diese Metrik bewertet die Erhaltung der Wortfolge, was insbesondere für Sprachen mit einer stark divergierenden Syntax (z. B. Englisch ⇄ Japanisch) wichtig ist.
HLEPOR/NLEPOR
Dies sind in China entwickelte, verbesserte Metriken.
HLEPOR steht für „Harmonic mean of Length penalty, Precision, n-gram position difference, Recall“.
NLEPOR ist eine Modifikation der HLEPOR-Metrik, die sich auf ein neuronales Netzwerk stützt.
Beide Metriken bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Übersetzungsgenauigkeit und Vollständigkeit und werden häufig im akademischen Umfeld verwendet.
Die Kombination dieser Metriken ermöglicht möglichst objektive und mehrdimensionale Qualitätskontrolle von maschinellen Übersetzungen. Dabei werden nicht nur die technische Übereinstimmung mit dem Benchmark bewertet, sondern auch die semantische und stilistische Nähe zum Originalinhalt berücksichtigt, die ein wichtiger Faktor für die Textwahrnehmung ist.
Können Sie uns mehr über das NMT-System von Janus und seine Anpassungsmöglichkeiten erzählen?
Die Janus NMT-Engine wurde ursprünglich mit dem Ziel entwickelt, die maschinellen Übersetzungssysteme flexibel an ein spezifisches Thema anzupassen. Die wichtigste Eigenschaft besteht darin, das Modell mit Daten der Kunden trainieren zu können. Zur kundenspezifischen Anpassung ist es ausreichend, Glossare, Übersetzungsdatenbanken und andere zweisprachige Daten zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Grundlage können wir die Engine dann für Übersetzungen in einem bestimmten Bereich optimieren.
Dieser Ansatz ist vor allem für große Geschäftskunden wichtig, die einen relevanten Stil und eine hohe Übersetzungsgenauigkeit wünschen.
Für welche Kunden und Projekte ist LEXA besonders vorteilhaft?
LEXA ist eine cloudbasierte KI-Konsole für Übersetzungen und linguistische Aufgaben. Sie ist für ein breites Kundenspektrum bestimmt, darunter:
- Fachleute, die eine benutzerfreundliche und funktionale Lösung für ihre Übersetzungsaufgaben benötigen
- Teams und große Unternehmen, die ein zentrales Tool für die Zusammenarbeit, die Qualitätskontrolle und die Integration mit verschiedenen MÜ-Engines sowie eine Möglichkeit zur Anpassung von Workflows benötigen.
LEXA eignet sich für alle, die Übersetzungen effizient verwalten möchten, von einzelnen Übersetzern und Lektoren bis hin zu großen Sprachteams und Geschäftskunden.
Wie ist die Benutzeroberfläche der Plattform gestaltet? Ist sie auch für Benutzer ohne technische Erfahrung einfach zu benutzen?
Das aktualisierte Design entspricht voll und ganz den modernen Trends bei (grafischen) Benutzeroberflächen und basiert auf den Prinzipien der intuitiven Navigation. Auf diese Weise können auch Benutzer ohne technische Vorbildung die Funktionen von LEXA effizient nutzen – von der Anpassung der maschinellen Übersetzung bis zur Anzeige von Statistiken.
Wie sehen die Entwicklungsaussichten von LEXA für das kommende Jahr aus? Gibt es Pläne, die Funktionen zu erweitern?
Die Entwicklungspläne von LEXA sehen eine erhebliche Erweiterung der Funktionen der Plattform vor, um die Effizienz der maschinellen Übersetzung zu erhöhen. Die wichtigsten Bereiche sind:
- Integration neuer Metriken für die automatische Bewertung der MÜ-Qualität, um eine objektivere und mehrdimensionale Analyse der Ergebnisse zu ermöglichen
- Training von MÜ-Engines direkt über die LEXA-Benutzeroberfläche für eine benutzerfreundliche Anpassung der Modelle an die Erfordernisse eines spezifischen Fachgebiets oder Benutzeranforderungen
- Exportieren und Hochladen von Übersetzungsspeichern für einen einfachen Datenaustausch, die Integration in andere Tools und eine effizientere mehrsprachige Interaktion.
LEXA wird kontinuierlich weiterentwickelt werden, um maschinelle Übersetzungsprozesse so bequem, transparent und effizient wie möglich zu gestalten.
Was war für Sie persönlich der interessanteste oder herausforderndste Teil des Projekts?
Der spannendste Teil der Arbeit an dem Projekt war für mich der gesamte Prozess – von wichtigen Entscheidungen zu Funktionen bis zu den letzten Schritten der Harmonisierung der Benutzeroberfläche. Die Arbeit in mehreren Phasen ermöglichte uns einerseits die Umsetzung dieses technisch komplexen Produkts und andererseits dessen Optimierung hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit.


